Zwischenfälle bei der Patientenbehandlung vermindern, die Kommunikation innerhalb der behandelnden Teams verbessern und kritische Situationen in der reellen Arbeitsumgebung üben. Dies ermöglichen Simulationstrainings.

Nebst medizinisch-fachlichen Fertigkeiten sind eine gut funktionierende Teamzusammenarbeit, effektive Kommunikation, korrekte Entscheidungsfindung und ein zielgerichtetes Aufgabenmanagement entscheidend, um Patientenschäden zu vermeiden. Diese Kompetenzen, auch Non Technical Skills (NTS) genannt, werden in den Simulationen systematisch und gezielt trainiert.

Die Teilnehmenden trainieren im realitätsnahen Simulator – oder in der gewohnten Arbeitsumgebung vor Ort - das Management kritischer Behandlungssituationen ohne Gefährdung des Patienten. Im Simulationstraining kann das getan werden, was im Alltag kaum möglich ist – risikofreies üben und behandeln kritischer Patientensituationen. Die Übungssequenzen werden dann im anschliessenden Debriefing reflektiert, Handlungsstrategien für die effektive Umsetzung der Non Technical Skills erarbeitet und Erfahrungen aus dem Berufsalltag evaluiert. Das Lernen im Simulator gilt daher als erfahrungsbasiert, praktisch und nachhaltig. 

Alle Mitarbeitenden unserer Klinik für Anästhesie und Schmerztherapie (KAS) trainieren initial bei Anstellungsbeginn und dann im Verlaufe jährlich interprofessionell im Simulator.

Weiter finden für die Anästhesie und verschiedene chirurgische Disziplinen auch interdisziplinäre Simulationen vor Ort im Operationssaal statt. Erfolgreich werden bereits Trainings zusammen mit der Klinik für Kinderchirurgie und der Klinik für Gefässchirurgie durchgeführt.

Ebenfalls trainieren monatlich Real-Life-Schockraumteams der Anästhesie und des Universitären Notfallzentrum Erwachsene gemeinsam die Versorgung von schwerstverletzten Patienten im Schockraum direkt in ihrer täglichen Arbeitsumgebung. Punktuell sind bei diesen Trainings auch Teilnehmende der Neurologie und der Kinderchirurgie vertreten. 

Innerklinische erfolgreiche Kooperationen bestehen zudem mit der Universitätsklinik für Intensivmedizin, dem Notfallzentrum für Kinder und Jugendliche und der Abteilung für Pädiatrische Intensiv Behandlung.

Ferner führt das BeSiC auch Simulationen für die Studierenden der medizinischen Fakultät der Universität Bern UniBe, der Berner Fachhochschule im Lehrgang Bachelor of Science Hebammen, dem Medi (Ausbildungsstätte Rettungssanität) durch. Weitere Trainings finden regelmässig für verschiedenen Rettungsdienste des Kantons Bern, die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega, Anästhesieabteilungen externer Spitäler, Notfall- und Hausarztpraxen, Notärzten und Notfallstationen anderer Spitäler vor Ort beim Kunden oder im Simulator des BeSiC statt. 

Simulationstrainings zur Stärkung der Patientensicherheit – realitätsnah, praxisorientiert und ohne Gefährdung für den Patienten!